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Dr. Anna Karina Sennefelder

Erste Förderphase:
Doktorandin (1/2013-12/2016)
im Teilprojekt  C2 „Stillgestellte Zeit und Rückzugsräume des Erzählens“

Zweite Förderphase:
04/2017 bis 09/2018 Koordinatorin des Integrierten Graduiertenkollegs

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Dissertationsprojekt

„S’écrire à loisir. Muße als Modus autobiographischer Selbstreflexion bei Senancour, Chateaubriand, Stendhal, Marie d‘Agoult und George Sand“

Muße gilt in der europäischen Kulturgeschichte als ideale Voraussetzung für die Beschäftigung eines Subjektes mit sich selbst. Ein Ziel meiner Arbeit bestand deshalb darin, diese Vorannahme durch die Analyse französischer autobiographischer Erzähltexte des 19. Jahrhunderts zu überprüfen und dabei zu klären, welche Eigenschaften der Muße sie zu einem geeigneten Modus der Selbstreflexion machen. Die Untersuchung ergab, dass im Wesentlichen drei strukturelle Gemeinsamkeiten von Muße und autobiographischer Selbstreflexion  in räumlicher, zeitlicher und subjektbezogener Hinsicht bestehen. Auf Basis dieser strukturellen Gemeinsamkeiten konnte ich Muße als narratologische Analysekatgeorie für die autobiographischen Erzähltexte fruchtbar machen und die bislang wenig berücksichtigte Rolle von „Rückzugsorten des Erzählens“ näher erläutern. Die leitende Annahme dabei war, dass  Rückzugsorte des Erzählens immer dann besonders konstitutiv für die narrative Selbstreflexion in Muße sind, wenn es dem erzählenden Subjekt gelingt, sich einen spezifischen Rückzugsort über einem memorialen Konfrontationsakt anzueignen.

Die Dissertation wurde im August 2016 eingereicht und 2018 unter dem Titel Rückzugsorte des Erzählens. Muße als Modus autobiographischer Selbstreflexion als 7. Band in der Otium-Reihe publiziert.

 


Projektrelevante Publikationen

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