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Dr. Franziska C. Eickhoff

Stand 07/2021

Franziska Eickhoff

Doktorandin (1/2014–12/2016)

im Teilprojekt  B1
„Räume der Muße in der griechischen und lateinischen Briefliteratur“

 

Dissertationsprojekt

Muße und Poetik in der römischen Briefliteratur

Briefe sind Medien einer „entschleunigten“ Kommunikation: Durch die Materialität des Schreibens wird das briefliche Gespräch verlangsamt, dessen Teilnehmer sich Zeit nehmen können, um die Nachricht des Gesprächspartners zu lesen und (möglicherweise erst zu einem späteren, selbst gewählten Zeitpunkt) darauf zu reagieren. In den Briefen der römischen Antike wird diese Verbindung von Muße und Briefpraxis auffallend häufig reflektiert, wobei der Brief oftmals gerade seine eigenen Produktions- und Rezeptionsbedingungen als Momente der Muße inszeniert. In diesen selbstreferentiellen Passagen werden zudem regelmäßig poetologische Aussagen erkennbar, die unter anderem Anhaltspunkte über die literarische oder rhetorische Funktion des Schreibens sowie über den Sitz im Leben der Briefpraxis geben. Diese allgemeinen Beobachtungen wurden in der Dissertation anhand der Briefkorpora von Cicero, Seneca und Plinius näher untersucht, in denen die selbstreferentiellen Stellen der Briefe unter dem Aspekt der Mußeinszenierungen untersucht und auf ihr poetologisches Potential hin befragt wurden.

Abgabe der Dissertation 02/2017, erschienen in zwei Bänden als Muße und Poetik in der römischen Briefliteratur, Tübingen 2021 (Otium 15) und Der lateinische Begriff »otium«, Tübingen 2021 (Otium 16).

 


Projektrelevante Publikationen

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