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Judith Müller

Stand 07/2018

Judith Müller

 

Rheinstraße 10
79104 Freiburg
judith.mueller@sfb1015.uni-freiburg.de


Stipendiatin im IGK von Mai 2018 bis Juli 2018

Assoziiertes Mitglied im IGK seit 15.09.2018


Dissertationsprojekt

Judith Müllers Dissertationsprojekt über die Perzeption Europas in der hebräischen Literatur von 1890 bis 1938 untersucht Prosatexte von Micha Josef Berdichevsky, David Fogel, Gershon Shofman und Lea Goldberg. Diese Romane und Novellen wurden vor dem geokulturellen Hintergrund Mitteleuropas verfasst und zeigen somit eine Europäizität, die in direktem Zusammenhang mit der Verbindung zwischen Zentrum und Peripherie sowie einer ständigen kulturellen Übersetzung und einem kontinuierlichen Wandel steht. Mit Blick darauf ist es von großem Interesse, das Dreieck der Metropolen Berlin-Wien-Paris näher zu betrachten. Jede dieser Städte zog einen oder mehrere der zu diskutierenden Autoren an und beeinflusste so ihr Schreiben, ihre Sprache und den Inhalt der untersuchten Texte. Diese Städte ermöglichten es den Autoren und ihren Charakteren, die Enge von Tradition und Konvention im Schtetl zu verlassen. Das Überschreiten mehrerer Grenzen ist dabei eine zentrale Voraussetzung und ermöglicht die Ankunft in einer neuen Raumzeitlichkeit. Danach wurden die Wege jedoch immer individueller: Für einige ist der künstlerische Freiraum tatsächlich an einem spezifischen Ort zu finden, für andere verkörpert er sich in der Zeitlichkeit ihres Schreibens und den dadurch geschaffenen Räumen.

Judith Müller war von Mai 2018 bis Juli 2018 Stipendiatin im Sonderforschungsbereich 1015 “Muße” und ist seither assoziiertes Mitglied. Innerhalb dieses Rahmens forscht sie zum urbanen Raum der Muße in den Texten des hebräischen Dichters und Schriftstellers David Fogel.

Sie ist Assistentin für Jüdische Literatur am Zentrum für Jüdische Studien der Universität Basel sowie Doktorandin für Jüdische Literatur am ZJS und für Hebräische Literatur an der Ben Gurion Universität des Negev (Cotutelle de Thèse). An der Universität Basel wurde sie nun auch ins Doktoratsprogramm Literaturwissenschaft aufgenommen.

Judith Müller studierte Jüdische Studien und Politikwissenschaften in Heidelberg und Beer Sheva sowie Geschichte Jüdischer Kulturen in Heidelberg und Graz. Von 2015 bis 2018 war sie Minerva-Stipendiatin und von 2015 bis 2017 Mitglied des Doktorandennetzwerks RUB-Europadialog. Seit 2017 ist sie außerdem assoziiertes Mitglied des Selma Stern Zentrums für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg.